Flugmodellbau
  Entenmodelle
 

 

Bereits als Kind haben mich die Entenmodelle irgendwie fasziniert. In der im Alter von 8 Jahren erhaltenen Bauplanmappe „Segelflugmodelle aus Holz und Karton“, vom Otto Maier – Verlag Ravensburg, in welchem auch ein Entenmodell enthalten war, baute ich am liebsten das Entenmodell. Dieses Modell flog immer, egal wie der Wind stand und wie stark er wehte. Das Modell war für mich bereits damals sehr unkompliziert.


Das für mich nachhaltigste Erlebnis mit Entenmodellen war bei einem Lehrgang „Funktionsmodellbau“ in Hirzenhain Ende der 80iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Bei diesen Lehrgängen habe ich wiederum die unterschiedlichsten Vorträge gehalten. Ein Vortrag hatte das Thema „Stabilisierung von Flugzeugen“. Bei diesem Vortrag ließ ich vorher die Teilnehmer unterschiedliche, aber vom Typ vorgegebene Balsagleiter nach eigenen Entwürfen bauen. Hierzu habe ich 20 vollständig verschiedene Modelle auf einem Zettel aufgeschrieben, die dann zu Losen gemacht werden und jeder Teilnehmer darf ein Los ziehen und dann das Modell entwerfen und bauen. Hierdurch können später dann die Stabilisierungsmaßnahmen bei den verschiedenen Flugzeugtypen genau erläutert werden. Ein Teilnehmer hat dann gegen den Bau der Balsagleiter sehr lautstark protestiert. Er meinte, dass er „Deutscher Meister des DMFV“ in der Klasse ferngesteuerter Segelflug sei und seine Modelle selbst konstruiere und der Bau dieser Balsagleiter doch wohl eher in den Kindergarten gehörten als in einen Lehrgang von erfahrenen Modellfliegern. Erst nach langer Überzeugungsarbeit der übrigen Teilnehmer ließ er sich doch auf den Bau der Balsagleiter ein. Bei der Verlosung der zu bauenden Modelle bekam er die Aufgabe ein einfaches, normales Entenmodell zu bauen. Hierbei machte dieser Teilnehmer alles falsch, was nur falsch zu machen ist, so dass beim Vorfliegen der Modelle, dieses Flugmodell, wie auch einige andere Modelle, absolut nicht zum Flug zu bringen war. Anschließend habe ich den Vortrag über die Stabilisierung der Flugzeuge gehalten, wobei ich immer wieder die einzelnen Teilnehmer auf die von Ihnen beim Bau gemachten Fehler aufmerksam machte und bei jeder Fehlerbesprechung war natürlich auch die Ente mit dabei. Nach dem Vortrag wurden dann die einzelnen Modelle jeweils nochmals auf die gemachten Fehler durchgesprochen, so dass jeder Teilnehmer von allen Modellen wusste, worauf es bei dem jeweiligen Flugzeugtypen ankommt. Nach dieser Besprechung wurden die Modelle wiederum gebaut, von allen Teilnehmern dann fehlerfrei. Auch der Teilnehmer mit dem Entenmodell hat dann anschließend ein sehr sauber fliegendes Modell gebaut. Vor dem nächsten Vortrag hat er sich dann, vor der gesamten Mannschaft, bei mir entschuldigt und meinte, dass er so viel über Flugmodelle, wie bei diesem Balsagleiter, noch nie gelernt hätte und er erst jetzt wüsste, worauf es bei der Konstruktion von Modellen ankommen würde. Am Abend gingen wir beide dann an den Hirzenhainer Hang fliegen.


In der Jugend und auch später habe ich mich immer wieder mit Entenmodellen befasst und mir auch entsprechende Planunterlagen von verschiedenen Modellen zugelegt. Aber erst 1976 baute ich mir die „Daisy II“, ein Modell nach einem Plan des Neckar – Verlages in Villingen. Aber wie bei mir üblich nicht exakt nach Plan sondern mit einigen Abweichungen, die ich dann in der Zeitschrift „Modell“ publizierte.


Mitte der 80iger Jahre vergangen Jahrhunderts war ich so von der Speed – Canard angetan, dass ich diese als Modell baute. Hierzu habe ich zuerst ein Vollbalsamodell mit 50 cm Spannweite gebaut, das auf Anhieb sehr gut flog. Anschließend kam ein ebensolches Modell mit 125 cm Spannweite, das ebenfalls auf Anhieb gut flog. Das RC – Modell wurde von mir nicht fertig gestellt, da zu dieser Zeit dringend Wettbewerbsmodelle für den Sohn Andreas gebaut werden mussten, die alle sehr gute Flugleistungen aufwiesen und einige Spitzenplätze einbrachten, was natürlich Vorrang hatte.

An der „Speed-Canard“ müsste noch der Rumpf fertig gestellt werden und die vorhandenen Bautenzüge für die Anlenkung der Querruder gegen Kabel mit Servos in den Flächen ausgetauscht werden. Ferner muss die Motoraufhängung eines V – Motores auf E – Motor umgebaut werden.


 

Mein neuestes Werk ist ein Entenmodell als Motorsegler, wobei der Motor im Seitenleitwerk unter gebracht ist. Dieses Modell wurde von mir in diesem Frühjahr entworfen und ist derzeit bis auf den Einbau der Fernsteueranlage fertig gestellt.


 


Bericht aus: Modell 8/1977, Seiten 466 und 467

G. Kirch

Die modifizierte Ente
 Daisy"

aus dem Modell-Bauplandienst

In der vergangenen Winterperiode habe ich das Bauplan-Entenmodell „Daisy“ gebaut und in der abgelaufenen Flugsaison sehr oft eingesetzt. Letztmalig als Schauflugmodell bei der saarländischen Meisterschaft RC IV E Mitte Oktober, wobei das ungewohnte Flugbild selbst bei alten Modellbauern immer wieder Verwunderung hervorrief. Ferner wurde das Modell bei mehreren Ausstellungen gezeigt. Zur Zeit steht das Modell zu Ausstellungszwecken in einem einheimischen Modellbaufachgeschäft. Dieses Modell habe ich jedoch abweichend vom Bauplan gebaut. Die Änderungen betreffen jedoch im wesentlichen die statische Konstruktion. Einige Änderungen betreffen auch die Aerodynamik, was wahrscheinlich zu einer hohen Leistungssteigerung des Modells geführt hat. Der Rumpf hat mehrere Änderungen erfahren, wobei die äußeren Abmessungen sowie die Rumpfform geblieben sind. Die Tragflächen wurden entgegen dem Bauplan nicht auf dem Rumpf, sondern seitlich am Rumpf befestigt, wodurch die aerodynamisch störenden Gummistränge sowie Holzknebel in Wegfall kamen. Zur Kraftübertragung der Biegekräfte aus den Flächen wurde ein Flachstahl 7 x l mm gewählt. Dieser ist an einem entsprechenden Rumpfspant mittels UHU - Plus befestigt. Zur Erzielung der V - Form wurde der Flachstahl im oberen Bereich eingeschnitten, gebogen und wieder verschweißt. Hierdurch werden die Biegekräfte aus den beiden Flächenhälften in diesem Flachstahl aufgenommen, so dass die Befestigung im Rumpf nur noch dem Zwecke dient, den Stab zu justieren und den Rumpf in die entsprechende Fluglage zu drehen. Zur Justierung der Flächen wurde vor der Endleiste der Flächen ein Rundstahl von 3 mm Ǿ in den Rumpf eingebaut. Die Flächenhälften werden mittels eines durch den Rumpf gezogenen Gummiringes, welcher an den beiden Flächen eingehakt ist, gegen Herausrutschen gesichert. Durch die Maßnahme wird eine große Flexibilität der Flächenbefestigung nach vorne und hinten erreicht, was bei eventuellen harten Landungen von Vorteil ist. Nach oben ist diese Verbindung jedoch bei geringem Gewicht enorm tragfähig. Beide Stähle werden in die in die Flächenhälften eingebauten Messingtaschen gesteckt. Zur Aufnahme der bei harten Landungen im vorderen und hinteren Bereich der Flächenanschlüsse entstehenden Druckkräfte sind in der Verlängerung der Nasen- und Endleiste entsprechende Teilspanten im Rumpf eingebaut.

Gemäß Plan soll die Empfangsanlage hinter dem Schwerpunkt eingebaut werden. Dies hat jedoch den Nachteil, dass ca. 200 g Bleiballast über dem Rumpfkopf eingebaut werden muss. Um dies zu vermeiden, habe ich die Anlage so vor dem bzw. im Schwerpunkt angeordnet, dass überhaupt kein Ballast mehr erforderlich ist. Die Lage des Schwerpunktes kann durch den relativ weit vor dem Schwerpunkt liegenden Akku in geringen Maßen verändert werden. Eine weitere Möglichkeit der Trimmung besteht bei dem von mir gebauten Modell darin, dass der Rumpfkopf ausgehöhlt ist und eine gewisse Menge Blei aufnehmen kann. Hiervon musste ich jedoch keinen Gebrauch machen. Die Öffnung des Rumpfes im Bereich der Fernsteueranlage wird mittels eines Deckels, welcher mit sechs kleinen Blechschrauben befestigt ist, verschlossen. Da diese Abdeckung im Bereich des Schwerpunktes liegt, kann dieser Deckel gegen einen Deckel, welcher als Motorträger mit einem 0,8 ccm Cox versehen ist, ausgetauscht werden. Im Bereich des Pylons hat der Motorträger noch einen Knebel zur Befestigung eines Gummis, welches um den Rumpf gezogen wird. Da der Motor genau im Schwerpunkt liegt, ist der Umbau zu einem Motorsegler innerhalb kürzester Zeit ohne irgendwelche Umtrimmung durchzuführen. Zur Geräuschminderung ist im Motorträger ein Nachschalldämpfer integriert, welcher in Bezug auf die Leistung des Motors keine spürbare Reduzierung bringt, jedoch die Geräusche auf ein solches Maß reduziert, dass keine störenden Umwelteinflüsse mehr feststellbar sein dürften. Ein Motor in Anordnung mit Druckluftschraube dürfte hier durch den wesentlich höheren Wirkungsgrad bessere Leistungen erwarten lassen, da der konzipierte Cox gerade so ausreichend ist, das Modell auf eine einigermaßen brauchbare Ausgangshöhe zu bringen. Jedoch bringt die kurze Distanz zwischen Seitenleitwerk und Luftschraube dann gewisse Schwierigkeiten beim Motorstarten mit sich. Hier würde sich der Einsatz eines E - Flugmotors geradezu anbieten, auch hinsichtlich der im Schwerpunkt günstigsten Anordnung von Motor und Akku.

Zur besseren Steuerbarkeit um die Hochachse wurde ein profiliertes Seitenleitwerk in Rippenbauweise mit Balsabeplankung gewählt. Dieses hat gegenüber der ebenen Platte der Gewichtsersparnis bei höherer Festigkeit auch noch ein besseres aerodynamisches Verhalten. Als Profil wurde das Naca 0010-34 gewählt, da dieses einen großen Laminarbereich durch die erst bei 40 % liegende größte Dicke und einen somit geringen Widerstand aufweist. Eine weitere Verbesserung der Ruderwirkung wurde dadurch erreicht, dass der zwischen Dämpfungsfläche und Ruder beim Einbau von Scharnieren entstehende Spalt mittels schmalen Tesamoll-Streifen geschlossen wurde. Hierdurch wird ein Druckausgleich zwischen Sog- und Druckseite hin vermieden, ohne dass die Leichtgängigkeit der Ruder gestört wird. Die Beplankung des Rumpfes erfolgte lediglich mit 2 mm Balsa. Der gesamte Rumpf sowie der untere Teil des Seitenleitwerkes wurden noch mit einer Glasseidenmatte von 180 g/m2 und Epoxydharz verstärkt. Im Bereich der Empfangsanlage sowie der Tragfläche wurde diese Matte doppelt gelegt. Der Motorpylon wurde ebenfalls wegen der Gefahr der Rissbildung durch Motorvibrationen mit Glasseide verstärkt. Die Hauptholme der Flächen wurden ab Mitte der jeweiligen Hälften von 6 x 3 auf 4 x 2 mm verjüngt und mittels Balsastreifen mit senkrecht stehender Faser mittig miteinander verbunden, um die aus dem Biegemoment entstehenden Querkräfte aufzufangen. Im Bereich der inneren sechs Rippen der Flächenhälften wurden die beiden Hauptholme mittels 0,8 mm Sperrholz verkastet, was eine noch größere Steifigkeit mit sich bringt. Zur direkten Krafteinleitung der entstehenden Biegekräfte in das Stahlband der Flächenverbindung wurden die Messingtaschen kraftschlüssig mit über UHU-Plus eingeleimten Sperrholzstreifen mit dem Hauptholm verbunden. Ferner wurde auch im unteren Bereich der Flächen eine Beplankung mit 1,5 mm Balsa von Nasenleiste bis Hauptholm zur Erzielung einer drehsteifen Nase eingebaut. Das durch die reduzierte Bauhöhe bedingte geringere Trägheitsmoment der Hauptholme und der daraus resultierenden geringeren Festigkeit wurde durch das Einlegen von Kohlenstoffrovings in die Zugzone ausgeglichen. Diese Rovings habe ich bei der Beplankung der Flächenunterseite einfach auf die mit Weißleim eingestrichene Hauptholme aufgelegt, gut mit Leim eingetränkt und die Beplankung aufgelegt und festgeheftet bis zum Abbinden des Leimes. An den Wurzelrippen wurden oben und unten schmale Tesamoll-Streifen angebracht, welche den entstehenden Spalt zwischen Fläche und Rumpf schließen wodurch ein Druckausgleich zwischen Druck und Sog vermieden wird, so dass die Fläche bereits an der Wurzelrippe trägt und Wirbelschlepps vermieden werden.

Die Kopffläche wurde zu der Vollbeplankung mit Balsaholz mit einer Glasseidenmatte von 25 g/m" und Epoxydharz verstärkt. Dies hat sich insbesondere durch die bei der Landung wesentlich höhere Beanspruchung und der vorne liegenden Fläche sehr gut bewährt.

Durch diese aufgeführten zusätzlichen Teile entsteht eine wesentlich höhere Festigkeit der Gesamtkonstruktion, wobei das Gewicht mit 810 g ohne Fernsteueranlage und mit Seidenbespannung noch unter den Angaben des Bauplanes geblieben ist. Bei der Flächenbelastung ist noch die durch die seitlich des Rumpfes vorgesehene Befestigung der Flächen zu berücksichtigen, da hierdurch eine geringfügig größere Fläche entsteht.



Gesamtansicht des Modells „Daisy“, diesmal als Motorsegler



Detail des Motorträgers und der Flächenbefestigung. Hier ist sehr gut die Befestigung der Flächen sowie der Motor Pylon zu sehen, insbesondere die Abgasführung über Schalldämpfer und in den Pylon integrierten Nachschalldämpfer. Am hinteren Punkt des Nachschalldämpfers ist nach oben der Auslassstutzen zu sehen.





Einbau der Fernsteueranlage sowie Verschlussmöglichkeit der Öffnung In der Rumpföffnung ist vorne der Akku zu erkennen. Dahinter liegen die beiden Servos, ganz hinten liegt der Empfänger. Rechts neben dem Rumpf liegt der einfache Deckel der Seglerausführung, daneben der Deckel mit Motorträger zur Umfunktionierung in einen Motorsegler.

So weit der Bericht aus der Zeitschrift "Modell"


Techn. Daten der "Daisy", Stand Okt. 2009

Spannweite: 2580 mm
Tragflächentiefe am Rumpf: 185 mm
Tragflächenprofil: ähnlich Clark Y
Rumpflänge: 1150 mm
Steuerung: Seite, Höhe und Motor
Motor: Brushless 15 er
Regler: 20 A
Propeller: 9 x 5", klappbar
Akku: Lipo 3 Zellen
Servos: Graupner C 507
Fluggewicht : 1260 Gramm als Motorsegler, als Segler 1100 Gramm



So sieht die "Daisy" heute aus



Als Motorsegler mit E - Antrieb

 
 

Tipps zum Bau des Modelles „Daisy II“

Da mich in letzterer Zeit viele Anfragen bezüglich des Modelles „Daisy“ erreichten, möchte ich nun hierzu einige Tipps geben, wie ich das Modell nochmals bauen würde. Diese Abhandlung ist in einigen Punkten abweichend von dem von mir verfassten Artikel im Modell 8/1977.

1, Rumpf

Bei dem Rumpf sollte, als Holz, lediglich Balsaholz verwendet werden, kein Buche- oder Birkensperrholz und kein Kiefer. Die äußere Form des Rumpfes kann beibehalten werden. Die Rumpfbeplankung sollte in leichtem 3 mm Balsa erfolgen. Anstelle der Kiefer-Längsgurte werden Balsa-Dreikantleisten 10 mm eingebaut, so dass der Rumpf entsprechend ausgerundet werden kann. Das Seitenruder sollte, wie in meinem Artikel beschrieben, in profilierter Rippenbauweise erfolgen. Bei den Tragflächen wäre es empfehlenswert entsprechende Übergänge, wie in meinen „Bautipps“ unter „Rumpf“ erläutert, einzubauen. Die Übergänge Rumpf-Seitenleitwerk und Rumpf Flächenübergang werden, auch wie dort beschrieben, ausgerundet. Ein Bild, wie dies im Endeffekt aussieht, ist unter „Baubrett“ „GK 85“ zu sehen. Nach dem Verschleifen des Rumpfes wird dieser mit 2 x 110 Gramm Glasseide belegt. Im Bereich der Fernsteueranlage, im bzw. vor dem Schwerpunkt wird der Rumpf zusätzlich mit einer weiteren Lage Glasseide verstärkt, da dort der Deckel aus dem fertigen Rumpf ausgeschnitten wird, was aber auch zur Schwächung des Rumpfes führt. Die weitere Behandlung des Rumpfes ist unter „Bautipps“ beschrieben. Nach Ausschneiden des Deckels für den Einbau der Fernsteueranlage sollten auch im inneren Bereich der Rumpfbeplankung Kohlerovings zur weiteren Verstärkung eingebaut werden. Für den Anschluss der Flächen ist der in meinem Artikel beschriebene Flachstahl 7x1 mm nicht mehr im Handel erhältlich. Hier kann, wie im Plan vorgesehen, ein Rundstahl von 4 mm Durchmesser eingebaut werden, der ein geringfügig kleineres Widerstandsmoment aufweist, jedoch für die Zwecke als Schauflugmodell vollständig ausreichend ist. Der 2. Stahl ist mit 2,5 mm ausreichend, da er nur die Aufgabe hat, die Fläche in der Richtung zu halten. Beide Stähle sollten im Rumpf mit UHU – Plus eingeklebt werden. Dies ist für den Transport nicht gerade günstig, aber ich habe bereits Modelle mit nicht festgeklebten Stählen im Flug gesehen, die beim Abfangen aus einem Sturzflug, nicht im unteren sondern im anschließenden oberen Bogen, zur Einleitung eines waagerechten Fluges, die Stähle gedreht haben und dann mit einer entsprechenden negativen V-Form unsteuerbar abstürzten.

2. Kopffläche

Bei der Kopffläche ist bei der „Daisy“ der Grundsatz, dass die vordere Fläche den größeren spezifischen Auftrieb haben soll, nicht eingehalten. Das Profil hat etwa 10 % Dicke und die hintere Fläche 10,5 % und dann noch eine etwas höhere Profilwölbung durch die leicht hohle Unterseite. Aus diesem Grunde sollte die Dicke der Kopffläche auf etwa 11 %, was 1 mm entspricht; oder besser auf 11,5 % aufgedickt werden. Es könnte sein, dass hierdurch auch der typische, wellige Entenflug etwas gemindert wird. Zum Bau der Kopffläche verweise ich auf meine Rubrik „Bautipps“, Unterrubrik „Höhenleitwerk“. Die Kopffläche ist laut Plan „Daisy“ relativ schwierig aufzubauen. Nach meiner Methode wird die untere Beplankung auf die Helling gelegt, die Nasenleiste und die Rippen aufgeleimt, Kohleroving und Anschlussröhrchen nicht vergessen. Die Kohlerovings werden im Bereich des vorderen Messingröhrchens verlegt und an den Messingröhrchen werden mit UHU-Plus Balsastege eingeleimt, so dass die Kräfte der Halterung sofort in die Kohlerovings übertragen werden. Dann wird das Ganze auf der Oberseite verschliffen und die obere Beplankung, nach Einleimen des Kohlerovings aufgeleimt. Nun werden noch die Randabschlüsse angeleimt und das Ganze verschliffen. Anschließend wird noch mit 25 er Glasmatte belegt und eine leichte und stabile Kopffläche, die auch harte Landungen aushält, ist hergestellt.

3. Hintere Flächen

In meinem Artikel in der Zeitschrift „Modell“ habe ich bereits beschrieben, dass die Fläche auch im unteren Bereich eine Beplankung erhalten sollte um die Drehsteifigkeit wesentlich zu erhöhen. Hierdurch wird jedoch die statisch wirksame Höhe der beiden Hauptholme geringer, wobei ich auch beschrieben habe, dass die Hauptholme mit Kohlerovings verstärkt werden sollen. Dies habe ich auch unter „Bautipps“ Unterrubrik „Tragfläche“ genau beschrieben. Auch die Endleiste würde ich aus 2 Stück 1,5 mm Balsabrettchen herstellen, wie auch dort beschrieben und anschließend mit GFK verstärken. Insgesamt verweise ich auf die „Bautipps“, die auch für die Tragflächen der „Daisy“ uneingeschränkt gelten.
 


Weitere Modelle:
 

Die Technischen Daten zu allen Modellen sind unter "Baubrett" aufgeführt.

 

GK 64 Speed Canard




GK 85


Bei jedem neuen Projekt, hier ein Motorsegler als Ente, wird zuerst ein Balsagleiter gebaut, ob das Modell auch funktioniert. Die Spannweite dieses Gleiters beträgt 505 mm.



Das  noch nicht ganz fertige Modell, es fehlt nur noch die Endlackierung.



Hier sind die Übergänge Rumpf-Seitenleitwerk und Rumpf-Tragfläche sehr gut zu erkennen.



Die Übergänge Rumpf-Seitenleitwerk und Rumpf-Tragfläche von hinten gesehen.


GK 94


 Ein Entenmodell mit elliptischen Flächenenden. Bis auf die Endlackierung fertig.

GK 118

Das Modell befindet sich derzeit in der Konstruktions- sowie teilweise bereits in der Bauphase.
Die Spannweite beträgt 2600 mm, die Pfeilung der Tragfläche beträgt -15 Grad. 
 
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